Rebirthing oder Breathwork — der Unterschied

Wer heute „Breathwork“ sucht, findet ein weites Feld: Wim-Hof-Atmung, Soma Breath, Holotropes Atmen, Pranayama, Rebirthing — und vieles mehr. Der Begriff Breathwork ist im Westen zu einem Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Atem-Methoden geworden. Was unterscheidet das klassische Rebirthing davon?

Breathwork — der westliche Sammelbegriff

„Breathwork“ ist im englischsprachigen Raum als Oberbegriff für bewusste Atem-Praktiken entstanden. Heute steht das Wort für eine bunte Mischung sehr unterschiedlicher Methoden: vom forcierten Hyperventilieren bei der Wim-Hof-Methode über kurze Online-Workshops und Atem-Apps bis hin zu längeren Sitzungen wie Holotropem Atmen oder Rebirthing. Vieles davon ist Wellness-Trend, manches ist tiefe Selbsterfahrungs-Arbeit. Der Begriff selbst sagt zunächst nur: etwas mit Atem.

Rebirthing — die originäre Methode

Rebirthing wurde in den 1970er Jahren in den USA von Leonard Orr entwickelt und gemeinsam mit Sondra Ray in die Welt getragen. Es ist eine eigenständige Methode mit klarem Profil: das verbundene Atmen — Ein- und Ausatmen ohne Pause, in einem sanften, intuitiven Rhythmus. Eine Sitzung dauert in der Regel eine Stunde oder länger und wird begleitet. Rebirthing ist keine Atem-Übung für zwischendurch, sondern eine eigene Disziplin der Selbsterfahrungs- und Bewusstseinsarbeit.

Was klassisches Rebirthing besonders macht

  • Verbundenes, intuitives Atmen — kein Forcieren, kein festes Atem-Schema
  • Tiefenentspannung als Heilungsprozess — Leonard Orr nannte Tiefenentspannung den ultimativen Heilungsprozess
  • Begleitete Sitzungen — keine Selbst-App, keine Online-Challenge
  • Integrative Verbindung mit emotionaler und körperlicher Arbeit
  • Erfahrungsbasiert — keine Protokoll-Atmung, sondern individuelle Begleitung

Klassisches Rebirthing in Deutschland

Bernd Schröder lehrt und praktiziert Rebirthing in der originären, klassischen Form seit über 30 Jahren. Als langjähriger Wegbegleiter von Sondra Ray, Mitbegründer der International Breathwork Foundation und ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Rebirthing e. V. arbeitet er in einer Tradition, die sich klar von modernen Breathwork-Strömungen unterscheidet — geprägt von Tiefe, Begleitung und mehr als drei Jahrzehnten praktischer Erfahrung.

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